Zeit - Nayad

im Safehouse

Es ist mitten in der Nacht als Cassandra plötzlich wach wird. Ein kurzer Blick auf ihr Kommlink verrät ihr, dass es kurz nach halb vier ist und erst kann sie sich nicht erklären wieso sie plötzlich wach geworden ist. Es ist still. Zu still. Auf einmal bemerkt sie, dass sie nur ihren eigenen Atem hören kann. Als sie nach der anderen Betthälfte fühlt ist diese kalt und leer. Andromeda ist also schon länger verschwunden. Besorgt steht sie auf, zieht einen leichten Morgenmantel über und tritt in den ruhigen Flur des Safehouse. Es ist selten, dass es so ruhig zu irgendeiner Uhrzeit bei den Runnern ist. Mit ein paar Nachtaktiven unter ihnen ist es selten, dass man wirklich keine Regung hört.

Als sie die Treppe runter geht ist es auch im Salon und in der Küche unnatürlich still. Ihre Hoffnung, dass Andromeda einfach mit Oscuro auf einem nächtlichen Obst-binge ist löst sich in Luft auf. Seit die Gorgone zurück ist aus dem Yellowstone kann Cassandra sehen, dass unter der lächelnden und spaßigen Oberfläche die Nachwirkungen der Erfahrung brauen. Aus den Augenwinkeln sieht sie ein flackerndes Leuchten vor dem Fenster. Barfuß folgt sie dem Schein nach draußen in den Garten. Trotz des Hochsommers hat sich ein Morgentau auf die Wiese gelegt und die kühle Feuchtigkeit lässt Cassandra frösteln. Plötzlich erscheint das Leuchten direkt neben ihr als Beatrice mit einer Kerze in der Hand sie mustert, dann nickt die ältere Dame und deutet still auf eine kleine Baumgruppe am Rande des Geländes. Still, um Beatrice Ruhe nicht zu stören, deutet Cassandra ein Danke an und läuft auf den Ort zu.

Während sie sich nähert, kann sie eine Figur sehen am Fuß des Baumes den Andromeda nur Stunden davor bewundert hatte. So klein wie ihr nur möglich liegt die Gorgone zwischen den Wurzeln mit den Augen geschlossen und die Arme um ihre Beine gelegt um sie näher an sich zu ziehen. Vorsichtig nähert sich Cassandra um Nayad nicht zu erschrecken, aber das leise Knacken eines Zweigs unter ihren Füßen alarmiert die Gorgone, die sich umdreht und mit ihren großen blauen Augen sie anstarrt. Es dauert einen Moment, aber dann registriert Andromeda wer dort vor ihr steht und verlegen blickt sie wieder auf das Gras vor sich.

“Hey… Es ist kalt, Medea…” setzt Cassie sanft an. Sie legt eine Hand auf die Schulter ihrer Freundin und reibt die kleine Narbe dort um sie zu beruhigen.

“Ich weiß… Aber ich… Muss draußen sein…” flüstert die Gorgone nach Worten ringend. Sie beißt sich leicht auf die Lippen und presst ihre Fingernägel in ihre Handfläche.

“Okay…”, die Kräuterhexe streicht vorsichtig über die Schuppen an Medeas Stirn, dann drückt sie einen sanften Kuss darauf und setzt sich. Sie legt ihre Arme um die sonst größere Frau und zieht sie an sich um sie warm zu halten. “Du musst nicht über all das reden… aber ich bin hier… und wir machen was du brauchst…”

Eine Weile lässt sich Medea halten, dann vergräbt sie ihr Gesicht in der Schulter ihrer Freundin. “Ich wollte das alles nicht… Wir wollten einfach nicht, dass noch jemandem was passiert wenn wir nicht kooperieren… Und es ist trotzdem … Es kann immer was passieren auf einem Run… aber…”

Nass tropfen Andromedas Tränen auf die Schulter ihrer Freundin, die sie nur enger zieht als ob sie die Gorgone vor all dem schützen könnte. “Sh… Weazel kannte das Risiko… Und euch da drin zu lassen war keine Option, Andromeda. Du kannst es alles nachlesen. Wir wussten ja nichtmal was das mit dir macht. Keziah konnte uns wenigstens sagen, dass sie mit Ben irgendwas trainiert hat. Aber du? Du warst nicht vorbereitet auf sowas und das ist okay…”

“Ist es nicht… Ich hätte sowas erwarten sollen… Nach allem was passiert ist…” Medea schluckt ihren Frust herunter und ringt nach Luft. “Ich weiß nicht viel von dem was passiert ist… Als wir ankamen wurden wir getrennt, ich sollte verarztet werden… und danach nichts mehr…”

“Mir ist kalt…” Es dauert eine Sekunde bis Cassie bemerkt, dass Medea nicht von der akuten Temperatur der Nacht spricht. “So kalt… Es war so …tot… kaum Pflanzen nur Stein… und so kalt… Ich fühle es noch in mir… So leer.”

Cassandra erlaubt sich einen kurzen Blick auf der astral Ebene und schiebt das abwehrende Leuchten zur Seite. Die sonst pulsierende Aura aus gelb, grün und bronze, ist getrübt und matter als sonst. Während Nayads Aura sie sonst an eine strahlende Sonnenblume erinnert ist sie jetzt welk und gebrechlich. Wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit bis die Gorgone wieder an Kraft und Freude gewinnt, widerspiegelt in ihrer Aura die sie vor allen geheim hält, aber es ist dennoch zeichnend dafür wie sehr diese Aktion sie mitgenommen hat.

“Das hört wieder auf… Du musst nur wieder in Einklang kommen mit der Natur… Aber du musst nicht verstecken wie du dich fühlst… nicht vor mir. Niemals vor mir, hörst du?” Nach einer kleinen Pause nickt die Gorgone, dann legt sie ihre Arme auch um die kleinere Frau.

“Ich fühl mich so schuldig… und egoistisch…”

“Wieso das?”

“Weil ich hätte Ben anbieten sollen was von mir zu Opfern… Aber ich konnte nicht. Als wir da standen… und… mir Fifis Worte wieder in den Sinn kamen… Wir hätten das alles viel mehr besprechen sollen… Und ich hab mich so leer gefühlt… Ich hatte Angst, dass ich meine Schlangen verliere wenn ich mehr von meinem Mana gegeben hätte… Ich wollte nicht mehr von mir geben… Nicht mehr… Aber ich hätte es tun sollen, es wäre das Richtige gewesen…”

Leise seufzt die Menschin, pausiert und erwidert dann in einem ernsten Tonfall. “Niemand weiß was das Richtige gewesen wäre. Wir wissen nicht was es mit dir gemacht hätte, aber das wissen wir vorher bei niemanden der einen großen Teil seines Manas aufgibt. Ben hätte genauso gut durchdrehen können davon. Wir wissen es nicht. Magie ist so unberechenbar manchmal, Andromeda. Aber du hast für dich eine Entscheidung getroffen… Und wenn es für dich das Richtige war, dann ist das so. Du kannst nicht für jeden Untergang mehr und mehr von dir selbst geben. Irgendwann gibt es nichts mehr was du geben kannst.”

Nur langsam nimmt Medea die Worte auf, aber während sie darüber nachdenkt gibt es ihr etwas Ruhe für den Moment. Sie kann spüren wie Cassandra ihre Hand nimmt und flach gegen den Boden drückt. Sie kann Cassandras Magie spüren wie sie mit ihrer eigenen spielt, und plötzlich breitet sich weiches Moos unter ihnen aus. Sie nimmt kaum noch wahr wie sie träge und langsam doch schläfrig wird, als Cassandra auf ihre Stelle unter dem Baum einen kleinen Wärmezauber legt. In ihrem Schlaf kuschelt sich die Gorgone an ihre Partnerin. Sie drückt sich an sie um weiter gehalten zu werden, aber eine Hand legt sie auf eine Wurzel des Baumes. Unter ihrer Handfläche pulsiert es mit Leben. Mit Grün.


07.07. Hope Island
Nachmittags

Die Anspannung der letzten Tage und die Nervosität wegen dem Treffen haben Andromeda entgültig verlassen. In der Mittagshitze ist sie mit Peter zu Hope Island herausgefahren um dort Mr. Baker und Dr. Nyguen in der Klinik kennenzulernen. Unterwegs war Peter noch einmal mit ihr die wichtigsten Punkte durchgegangen, aber grundsätzlich war ihr Plan einfach zu den meisten Sachen zuzustimmen es sei denn es bricht mit ihren Wünschen nach Diskretion. An der Insel angekommen war sie positiv überrascht. Die Insel war recht Natur belassen mit einem großen Wohnhaus an einem Ende und der Forschungsstation am anderen Ende. Dazwischen angesiedelt sind kleinere Häuschen, wo sie vermutet, dass diese für die Teilnehmenden sind. Etwas irritiert aber amüsiert betrachtet sie wie jeder Baum mit etwas weichem umwickelt ist.

Am Eingang werden sie von den zwei Männern willkommen geheißen, und sie muss sogar etwas schmunzeln als Dr. Nyguen sie fasziniert betrachtet. Mr. Baker lässt sich kaum etwas anmerken, aber selbst bei ihm sieht sie wie sein Blick zwischendurch zu den blau schillernden Schlangen weicht. Die Führung durch die Forschungsstation ist weitaus angenehmer als Nayad sie erwartet hatte. Alles ist integriert in die natürliche Umgebung und durch viele Glaswände wirkt es immer hell und einladend. Es ist nicht düster oder verschlossen als ob man nie wieder an das Tageslicht kommt. Zum Abschluss, und dem eigentlichen Gespräch lassen die Vier sich an einem Konferenztisch in Mr. Bakers Büro nieder. Peter und Mr. Baker dominieren den Verwaltungsteil des Gesprächs. Aufmerksam hört sie zu, aber die zwei Männer werfen mit utopischen Zahlen um sich, dass Medea einfach darauf vertraut das ihr Schwager ihr Bestes vor Augen hat. Sie kann spüren wie Dr. Nyguens Blick öfter zu ihren Haaren wandert und ein kleines verlegenes Grinsen legt sich auf ihre Lippen. Es ist selten, dass Leute Interesse haben anstatt Angst. Es ist überraschend angenehm und weniger aufdringlich als sie es befürchtet hatte.

“Möchten Sie etwas trinken, Miss Atwood? Das kann noch eine Weile dauern bis sich James und Mr. Carlisle geeinigt haben.” Der ältere Forscher lächelt sie an und deutet auf eine kleine Getränkebar auf der anderen Seite des Raumes.

“Geh ruhig,” Peter tätschelt ihre Hand, dann setzt er wieder an mit einem Punkt aus den Disketionswünschen.

Sie murmelt ein Ok, und begleitet den Forscher zur Bar. Sie bedienen sich an den Getränken. “Sie müssen entschuldigen wenn wir zwischendurch etwas starren. Wir sind viel gewöhnt hier, aber das? Sie? Das ist neu.” Dr. Ngyuen lächelt breit und plötzlich kann Medea sehen woher er die ganzen kleinen Fältchen hat. Es ist ein ansteckendes Lächeln.

“Das ist in Ordnung. Ich bin weitaus schlimmeres gewohnt” antwortet sie ehrlich.

“Das ist sehr schade… aber etwas was einigen hier so geht.”

Medea trinkt einen Schluck von ihrer Limonade, dann mustert sie den Forscher erneut. “Wieso haben Sie mit der MMVV Forschung angefangen?”

Der Mann seufzt, aber sein Lächeln verschwindet nicht. Es nimmt eine etwas traurige Form an, aber auch etwas was Medea nicht direkt deuten kann. “Mein Sohn wurde infiziert, aber er hat die Transformation nicht überstanden. Anfangs wollte ich einen Grund finden warum er zu früh von seiner Familie genommen wurde. Später ist mir klar geworden, dass er in vielen Umständen mit MMVV auch von uns getrennt worden wäre. Und dann habe ich von einem Verrückten gelesen, der genau das Problem lösen möchte.” Er wirft einen Seitenblick hinüber zu Mr. Baker. “Es geht nicht um eine Heilung per se, es geht darum Lebensqualität den Infizierten zu geben. Dafür zu sorgen, dass man die Mittel hat gemeinsam zu Leben. Von einer Heilung sind wir alle weit entfernt, aber bis dahin sollte niemand mehr Leiden als nötig… Möchten sie ein Bild von meinem Sohn sehen? Nach all den Jahren trage ich es immernoch bei mir.” Der Forscher nimmt sein Kommlink heraus und aus einer Tasche der Hülle nimmt er ein Foto auf digitalem Papier heraus von einem jungen ihm ähnlich sehenden Mann.

Andromeda betrachtet es einen Moment, dann gibt sie es Dr. Nyguen zurück. “Wie alt war er als das passiert ist?”

“Kaum 17 Jahre. Falscher Ort. Falscher Zeitpunkt.” Einen Moment sieht er auf seinen Sohn, dann steckt er das Bild wieder weg.

Sie nimmt einen weiteren Schluck ihrer Limonade, der Mann ist ihr sympathisch. Sie vermutet, dass einiges auch Taktik ist um sie zu beruhigen, aber der Mann hat etwas angenehmes an sich. Vielleicht hat er Pheromone? Holliday und Jazz wüssten das sicher, denkt sie sich. Plötzlich schlägt die Tür auf und ein hoher gequengelter Schrei unterbricht die offizielle Athmosphäre.

“Daddy!” “Mr. Baker?” Ertönt es gleichzeitig. “Es tut mir so Leid, aber die Nanny hat ihn gerade hier abgesetzt… Und gekündigt.” Aufgelöst hält die Sekretärin den kleinen Jungen an der Hand, der aufgeregt an ihrer Hand zerrt um zu seinem Vater zu laufen um von einem Snapper zu erzählen.

Von ihrer Stelle an der Bar kann sie sehen wie Peter sich ein Grinsen verkneifen muss, dann deutet er auf die Tür. “Schon gut, ich habe selbst zwei. Mich stört es nicht wenn er bleibt.”

Mr. Baker sammelt den kleinen Jungen ein, platziert ihn neben sich auf einem Stuhl und drückt ihm ein Tablet in die Hand zum Malen, während er weiter diskutiert. Nayad kann beobachten wie der Vater vorsichtig mit dem Jungen umgeht, aber auch immer im Gespür zu haben scheint wann der Kleine Fluchtversuche macht. Es festigt ihr Gefühl davon das es wirklich um die Familie geht. Etwas positives.

“Andromdeda, kommt ihr bitte dazu?”

“Natürlich,” sie stellt ihr Glas auf Seite und zusammen mit Dr. Nyguen setzen sie sich wieder an den Tisch.

“Wir haben jetzt die gröbsten Dinge zusammen ausgearbeitet und jetzt geht es darum wie wir in den nächsten Wochen fortfahren werden.” Mr Baker macht eine einladende Handbewegung zu dem Forscher.

“Also es ist so Miss Atwood. Wir wollen erst ein paar physische Tests mit ihnen machen. Das hört sich unangenehmer an als es ist. Zum Beispiel werden wir einen kompletten Health Check mit ihnen machen. Das machen wir mit allen. Besonders oft wird dort vermerkt welche gesundheitlichen Beschwerden seit der Infektion entfallen sind, was bei ihnen ja nicht der Fall ist. Trotzdem kann man nie zu vorsichtig sein. Außerdem wollen wir zum Beispiel schauen wie viel Ausdauer sie haben oder wie schnell sie sind. Natürlich ist es wichtig da zu vermerken, dass es natürliche Abweichungen geben kann durch Fitnessgrad. Wir werden auch ein bisschen schauen wie stark magisch begabt sie sind, aber das sind eher Vermerke ihres Talents als eine komplette wissenschaftliche Analyse. Das Ganze soll uns einen Katalog an Daten über sie geben. Diese brauchen wir für den eigentlich Part danach.”

Der Forscher pausiert, und Medea nickt leicht als Zeichen das er fortführen kann. “Der eigentliche Teil unserer beziehungsweise meiner Arbeit wird sein ihnen zwischendurch Blut abzunehmen und ihr Blut mit den Daten die wir über ihren physischen Zustand haben abzugleichen. Und dann aus den Daten, die von einem Durchschnittsmenschen abweichen vielleicht ihre Herkunft zu analysieren. James hat das sicher schon erwähnt, aber wir können ihnen nichts versprechen. Vielleicht setzen sie gerade tausende Nuyen in den Sand. Wir wissen es nicht. Meine Forschung befasst sich besonders mit der genetischen Veränderung die während der Transformation auftritt, beziehungsweise ob eine solche Veränderung auftritt. Ich bin also recht vertraut mit dieser Basis der Forschung. Natürlich wird ihre Situation sicher auch mir unbekannte Dinge hervorbringen, aber wir lassen es mal auf uns zu kommen. In der Zeit müssen sie nicht immer hier sein. Regelmäßig Termine im Labor reichen aus. Aber sie sind frei zu kommen und zu gehen wie es ihnen gefällt. Sie haben auch die Möglichkeit an Gruppen-Gesprächen teilzunehmen, aber diese sind natürlich eher MMVV orientiert.”

Gespannt hört Medea, dann sieht sie zu Peter um seine Reaktion darauf einzuschätzen. Er bemerkt ihren Blick, nimmt wieder ihre Hand und nickt leicht als er ihre Hand drückt.

“Das hört sich alles für mich in Ordnung an,” stimmt sie dann entschlossen zu. Sie kann spüren, dass sie trotzdem Nervosität im Magen hat, aber jahrelange Angst wird nicht von heute auf morgen verschwinden. Sie will das. Gewissheit alles versucht zu haben.

“Gut, dann gibt es nur noch eine Sache…” Mr. Baker mustert sie, zögert etwas, dann scheint er sich einen Ruck zu geben. “Nehmen Sie das bitte nicht falsch, ich hoffe wirklich, das ihr Lebensstandard dieses unnötig macht, aber ich weiß selbst, dass Geld nicht alles ist.” Er pausiert. “Wir haben eine strikte ‘Keine illegalen Jobs’-Regel. Wir verstehen, dass besonders für Infizierte Versorgung oberste Priorität hat, und das es keine einfache Welt ist, aber wir haben ein gutes System womit wir helfen können. Für uns heißt das kein Hacken, keine Runs, keine… was weiß ich… illegalen Autorennen? Alles was schlecht auf unsere Arbeit reflektieren würde bitten wir sie zu unterlassen. Natürlich auf Vertrauensbasis.” Mr. Baker lächelt sie an, aber sie hat kurz das Gefühl Schmerz hinter der Geschäftsmann Fassade zu sehen.

Überraschend für sie muss sie nicht zögern. Sie hatte sich schon länger damit beschäftigt wieso sie das alles noch tut. Als Daisy das erste Mal von dem Haus Plan erzählt hatte. Als von Familie und Zukunft gesprochen wurde. In dem Augenblick in dem sie realisierte, dass sie nicht mehr mehr von sich geben wollte. Es ist endlich Zeit. Sie ist bereit um “Nayad” auf die Ersatzbank zu setzen. “Verstanden, Mr. Baker. Keine illegalen Jobs.” Vorsichtig schüttelt sie seine Hand zustimmend.

“Na dann… herzlich willkommen, Andromeda. - Oh, die meisten gehen hier per Vornamen. Ich hoffe das ist in Ordnung?”

“Andromeda ist gut. Danke, … James.” Sie grinst einen Moment frech, dann lacht sie leicht.

“Minorou, jetzt kannst du uns allen erzählen wo Snapper der Siebte hin verschwunden ist, während ich unseren Gästen einen Drink mache.”


Nachts,
Chihuly Garden & Glass, Seattle

Andromeda schlendert mit Cassandra durch das Menschen leere Museum. Sie wissen, dass irgendwo eine Sicherheitsperson sie im Blick hat, aber das ist ihnen egal. Für Medea ist es perfekt so wie es ist. Alles wird angestrahlt von verschiedenen Lichtern und es ist deutlich wie die Pflanzen auf diese Lichtshow abgestimmt sind. Es ist … magisch ohne irgendeine Form der Magie. Nur Talent und Technik.

Fleißig macht Nayad Bilder von den Ausstellungsstücken um sich zu Hause inspirieren zu lassen. Locker legt sich Cassandras Arm um ihre Hüfte, als sie auf Andromedas Display schaut. “Oh das ist hübsch, das sieht sicher gut aus als Blumenstrauß.”

Medea nickt leicht. Dann sieht sie Cassandra fragend an, “Wie wärs mit Gaia’s Greenhouse?”

“Mhh… Könnte nicht überall gut ankommen.”

“Stimmt. Mierda.”

“Ich mein Peters Vorschlag von English Garden war nicht schlecht?”

“Niemals. Ich bin nicht englisch genug um es das zu nennen.” protestiert Medea.

“Wie wäre es mit Sunflower Power?” Cassie versucht ein ernstes Gesicht zu behalten, aber fängt dann wild an zu lachen. “Oh der ist noch gut! Last bud not least!

“Oh no… Keine Puns!”

Oopsie Daisy!

“Ich hasse dich.” Entgeistert sieht Andromeda zu, wie Cassie sich mit Gelächter verbiegt. “Du bist furchtbar! Wenn du so weiter machst nenn ich es Flower in a box!”

“Ehy das ist mein Ding!.. Und ist ziemlich beschissen mit Blumen.” Die momentan blonde Frau wischt sich eine Träne aus den Augenwinkeln und versucht sich zu beruhigen.

Mit einem breiten Grinsen küsst Medea ihre Freundin sanft. “Naja, wir haben alle Zeit der Welt um einen Namen für meine Blumenladen-Seite zu finden… Wir haben jetzt so viel Zeit.” Die zwei Frauen teilen einen wissenden Blick, dann nimmt Andromeda Cassandras Hand um sie zur nächsten Ausstellung zu ziehen.

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Aaaaaaaw sad. Damit ist es für Mara und Oscuro sofort vollständig raus wenn das rauskommt. Schade :smiley: muss ich mir was eigenes für die ausdenken :smiley:

Aber sehr schöne fiction und sehr schönes Ende! Freut mich sehr Mino wieder zu sehen und ich bin gespannt wo du damit hin willst! Und wie sie dann am Ende ihren Shop/Account nennt :3

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Also ich hatte Mara und Oscuro nicht als „langzeit will auf einer mini insel vor Seattle leben“ eingeschätzt. :smiley: solange sie nicht vor Ort sind ist ja vermutlich egal. Aber Leute sollen sich halt benehmen wenn sie vor Ort sind und potentiell da Leben. Die haben da auch bestimmt Abgrenzungen zwischen wie viel jemand im Programm integriert ist oder eben nicht. Ich hatte da erst „nichts illegales“ aber das ist ja utopisch für die meisten MMVVler wenn sie versuchen sich zu versorgen. Und ist nur Vertrauensbasis also käme man da schon drum rum. Gibt viele Wege wo man da James sicher easy mit umstimmen könnte. Aber ich wollte den Punkt aus der Finale Abschlussszene nochmal deutlich machen, dass sie eben jetzt erstmal sich eine Pause gönnt, da war das grad passend :relaxed:

Schauen wir mal wie sich das alles entwickelt bei ihr :innocent:

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Eine sehr schöne Fiction :smiling_face_with_three_hearts:
Gut, dass du es noch geschafft hast eine zu schreiben :blush:

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Aaaaah okay dann hatte ich das einfach nicht richtig verstanden :slight_smile: ich dachte das gilt für alle Teilnehmer des Programms und nicht nur für die die vor Ort leben :slight_smile:

Ich glaube mir persönlich würde (sobald es irgendwann weiter geht, wer weiß) ein kleines „let’s meet“ oder eine kleine Erinnerung wie James so war nochmal helfen. So rein charakterlich und moralisch. Da kann ich mich nicht mehr an viel aus den ersten beiden Seasons erinnern und habe ihn glaube ich „darker“ und moralisch fragwürdiger in Erinnerung als er wirklich war. :slight_smile:

Mein Gefühl hätte mir zB gesagt „ach der James hat so enge Kontakte zur Mafia, der lässt sich garantiert von denen einfach Leichen/schwerverbrecher liefern mit denen er seine Leute satt machen kann“. Aber wenn du sagst sie müssen sich weiter selbst ernähren dann ist er da ja nett :slight_smile:

Auf jeden Fall erstmal ein sehr guter Abschluss für Nayad!

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Ich hab extra ein bisschen vage gelassen, damit man da noch Platz hat zum hinzufügen. :blush:

Nee es ist genau das. Er muss ja für die Versorgung für die Leute vor Ort seine eigenen Geschäfte haben und er will halt nicht, dass da hundert Dinge kollidieren. Aber wenn halt jemand zB in den ADL sitzt und nur an der Online Runde teilnimmt, kümmern die sich natürlich nicht unbedingt um die Versorgung und dann ist es auch egal was die Person betreibt.

So hatte ich das mir gedacht, aber wie gesagt, ich habs extra bisschen offen gelassen damit man sich jetzt nicht am Ende einer Season auf X Dinge festlegt, die dann in einem Jahr nicht mehr passen. Nayad ist ja jetzt auch nicht der Standard Patient und kriegt wahrscheinlich einen Teil auch nicht mit am Anfang, weil es sie eben nicht betrifft. :blush:

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